Das Moodle-Forum als Instrument zur Entwicklung einer korrekten Ausdrucksweise

Allerdings sollen Sie sich im Forum nicht nur über die inhaltliche Endfassung Ihres Blogbeitrags, sondern auch  über seine sprachliche Form einigen. Diskutiert werden  also nicht nur die inhaltlichen Aspekte der zu lösenden Aufgabenstellung, sondern auch die formale Seite der Sprache samt allen zweifelhaften morphologischen, syntaktischen und stilistischen Aspekten.

Die sprachliche Ausgestaltung der Beiträge, die von Ihnen als polnische Deutsch-als-Fremdsprache-Studenten in deutscher Sprache verfasst werden, muss zu Ihrem speziellen Anliegen werden. Das besondere Bemühen um die Form der Sprache ist – neben der kooperativen Arbeitsweise – auch ein wichtiger Bestandteil und ein Leitmotiv des bildungswissenschaftlichen Bezugs unseres Projekts.

Was soll man aber tun, wenn man auch als Gruppe über die morphologische, syntaktische bzw. stilistische Richtigkeit einer Phrase oder eines Satzes nicht Bescheid weiß. In solch einem Falle sollten Sie – was manche von Ihnen sicherlich schon längst praktizieren – eine Internet-Suchmaschine als maschinellen Phrasenkorrektor in Anspruch nehmen. Wie das geht?  Dazu dann beim nächsten Mal.

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Umgang mit sprachlicher Inkorrektheit

Liebe Studierende des Fremdsprachenkollegs für Lehrer in Złotów,

als angehende Deutschlehrer wissen Sie, dass sprachliche Korrektheit im schriftlichen Ausdruck in gleichem Maße Ihre Visitenkarte  ist, wie eine korrekte Aussprache im mündlichen Ausdruck.

Meine Einladung an Sie zur redaktionellen Mitgestaltung des Blogs soll die Entwicklung Ihrer schriftlichen Ausdrucksweise  unterstützen. Sie lässt allerdings die Frage nach dem Umgang mit eventueller sprachlicher Inkorrektheit Ihrer  Blogbeiträge aufkommen.

Wie Sie wissen, werden sprachliche Fehler im Fremdsprachenerwerb als mehr oder minder korrekturbedürftige Elemente behandelt. Die Fehlermöglichkeit löst allerdings oftmals das Phänomen von Fehlerangst aus. Angst vor Fehlern soll Sie aber keineswegs davon abhalten, spontan auf inspirierende Blogbeiträge in Form eines Kommentars zu reagieren. Ihr Mut wird belohnt, denn erstens ist Spontaneität ein Perpetum Mobile des Sprachenlernens und zweitens werden alle Kommentare korrigiert und von Ihren Fehlern werden sicherlich Sie selbst und auch andere Leser profitieren können!

Wenn Sie dagegen – persönlich oder als Gruppe – einen Beitrag in diesem Blog veröffentlichen möchten, tritt an Stelle der Spontaneität eine andere Antriebskraft, und zwar der Anspruch auf sprachliche oder gar philologische Korrektheit des zu produzierenden Textes.  Um diese Antriebskraft anzukurbeln, wurde ein Moodle-Forum auf e-kolegium.pl/moodle eingerichtet, das als Instrument der Konsensfindung bei der Erarbeitung einer endgültigen Version  Ihrer Gruppen-Blogbeiträge funktionieren soll.  Inspiriert werden Sie dazu durch Aufgabenstellungen, die relevante Themen meiner Seminare (Hörverstehen, Phonetik, Literaturgeschichte, Landeskunde) beziehungsweise andere wichtige Themen Ihres Studiums  berühren werden.

Insgesamt haben wir es also mit zwei Situationen zu tun, die jeweils einen anderen Umgang mit der sprachlichen Inkorrektheit erfordern: Im Falle der Kommentarfunktion ist Ihre spontane Reaktion auf  das Reflektierte gefragt. Die Spontaneität ist dabei mindestens so wichtig wie die Korrektheit Ihrer individuellen Aussage, jedoch sind in diesem Fall Fehler zugelassen, die natürlich so schnell wie möglich vom Lehrer korrigiert werden. Dagegen verlangt die eigentliche Blogtätigkeit (das Bloggen) – neben anderen Teilhandlungen – unbedingt auch die Übergabe des Textes an den Lehrer zwecks Korrektur und schließlich das Publizieren des korrigierten Textes.

Abgesehen von der Funktion der Konsensfindung soll das Forum auch als Instrument zur Entwicklung einer korrekten Ausdrucksweise dienen. Darüber möchte ich aber dann in meinem nächsten Beitrag schreiben.

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Ferien

Für jeden Lehrer ist das Wort „Ferien“ wohl ein Zauberwort. Einerseits erlauben die Ferien, sich zu erholen, Kräfte zu sammeln, aber auch das nachzuholen, was im Schuljahr versäumt wurde, andererseits machen sie es möglich, neue Perspektiven zu eröffnen, insbesondere solche, die in den Beruf einen neuen Schwung bringen. Nach den Ferien ist man gewöhnlich ein Stückchen weiter als nach dem Schuljahresende, auch wenn sich der Unterschied ausschließlich durch neue Ferienerfahrungen ergibt.

Neue Perspektiven eröffnen sich durch das Infragestellen der Effektivität des Lehrens und der Suche nach Antworten. Somit werden neue Wege  zur Verbesserung der Lehrtätigkeit gefunden. Der Lehrer ist in diesem Frage-Antwort-Spiel jemand, der – einem ewigen Studenten ähnelnd – stets vor seiner nächsten Prüfung steht.

Mit diesen Gedanken über die Ferien möchte ich meinen Blog beginnen und gleichzeitig hoffen, dass sich der eine oder andere Leser mit mehr oder minder großer Regelmäßigkeit auf die Seiten „verirrt“, um wenigstens gelegentlich einen Kommentar zu Reflektiertem abzugeben.

Besonders eingeladen sind alle Teilnehmer meiner Seminare am Fremdsprachenkolleg für Lehrer in Złotów, die im organisatorischen Rahmen dieses Mediums als gleichberechtigte deutschsprachige Autoren betrachtet werden.

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